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TAG 1
FARAFRA - ABU MINQAR -
NORTH OF REGENFELD
(MONTAG, 11.3.2002)
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07.00 Uhr. Nach einer ruhigen Nacht, gleich die erste Überraschung. Es ist viel kühler als gestern, dafür jedoch
ziemlich windig. Staub und Sand in der Luft. Ein kleinerer Sandsturm zieht über Farafra hinweg. Wir warten mit dem Frühstart bis sich das Wetter (Inshallah) etwas bessert. Heutige Etappe: Rund 150 km Asphalt Richtung Dhakla, danach ungefähr 50 km Sandmeer, Richtung südwest um am nächsten Tag Regenfeld zu erreichen. Normalerweise fahren die Gilf Expeditionen den Umweg über Dhakla, Mut und dann westwärts Richtung Abu Ballas. Dank der Wüstenerfahrung und der Navigations- und Fahrkünsten von Peter, versuchen wir die Strecke stark abzukürzen und damit gut einen Tag zu gewinnen. Es gelingt mit vollgepackten Wagen auf Anhieb. Nur kleinere Stops, etwas anschieben und ungefähr 6 Dünenketten später schlagen wir das erste Camp unter dem wieder klaren Himmel auf. |
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Doch nochmals zurück nach Farafra. Die geplante Abfahrt verzögert sich. Der Wind hat noch etwas zugenommen
und die Sichtweite reduziert sich auf zwischen 200 und 500 Meter. Die Wagen sind fertig, wir warten auf besseres Wetter. Der Staub dringt durch jede Ritze. Gut habe ich die Kamera gleich zweifach in Plastikgefrierbeutel gepackt. Um 10.30 Uhr dann endlich Abfahrt. Noch 100 km Asphalt bis Abu Minkhar. Das Wetter bessert sich und der Himmel klärt wieder etwas auf. In Abu Minqar letztmals ein Teestop und Aufnahme von Mohamed, unserem ägyptischen Offizier. Es ist ihm nicht anzusehen, ob ihm bewusst ist, auf was er sich da einlässt. Die Landschaft ist nun sehr flach, als wir gegen 14 Uhr den Asphalt für die nächsten 12 Tage verlassen und Richtung Regenfeld fahren. Hier verlaufen die südlichen Ausläufer des grossen Sandmeeres. Wir kommen trotz vollgepackten Wagen sehr gut voran und queren an die 5 Dünenkämme. Der Wind bläst noch immer, jedoch bedeutend weniger stark als noch heute morgen. Peter als Leader, bleibt zwei bis dreimal stecken. Innerhalb von 5 Minuten ist der Wagen jeweils wieder frei ohne auch nur ein Sandblech zu benutzen.
Per Zufall entdecken wir am Rande einer Düne die Überreste von Strausseneiern. An die vier bis fünfhundert
Bruchstücke liegen halb im Sand versteckt in einem Umkreis von gut 20 Meter. Zeugen eines Rastplatzes vor tausenden von Jahren? Die Kratzspuren auf der Innenseite lassen dies vermuten. Strausseneier eigneten sich auch in prähistorischen Zeit hervorragend als Eiweisslieferanten. Sie stammen nicht von verirrten Straussen, sondern von umherziehenden Nomaden, welche diese als Proviant mit durch die damaligen Steppengebiete schleppten.
Gegen 17.00 Uhr erreichen wir am Rand einer kleinen Dünenkette ungefähr 70 km nord-östlich von Regenfeld
unseren ersten Lagerplatz. Wir kamen heute sehr gut voran. Keine nennenswerten Probleme. Der Abend und die Nacht werden immer noch von Wind begleitet. Der Himmel klärt jedoch zunehmend auf. Gegen 22.00 Uhr legen wir uns schlafen. |
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REGENFELD - ABU BALLAS
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