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TAG 6
WADI SURA - GILF PLATEAU
(SAMSTAG, 16.3.2002)
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Der heutige Tag beginnt gleich mit einer Überraschung. Nicht mehr Insekten, nein gleich eine ganze Taube fliegt
über unser Camp. Ein weiterer Beweis, dass es noch irgendwo in den zerklüfteten Tälern Wasser geben dürfte. Leider bleibt keine Zeit um danach zu suchen. Es wäre doch zu schön gewesen in einen zwischen Felsen versteckten Pool zu springen und es den Schwimmern auf den Felszeichnungen nachzumachen. Wir fahren nun noch etwas weiter in westliche Richtung. Die libysche Grenze verläuft nur einige Kilometer von hier. Unser Offizier, Mohamed, hat keine Ahnung wo wir uns befinden. Nun ja, wir planen ja keinen illegalen Abstecher nach Libyen. Wir stossen am Rand des Steilabbruchs auf ein weiteres Weltkriegslager. Ausser ein paar Holzbrettern und Blechabfall ist nicht mehr viel vorhanden. Das es ein deutsches Lager war, beweisen die Scherben und die Etikette einer Cognac Flasche "Asbach Uralt" in altgermanischer Schrift. Es könnte sein, dass sich hier der Graf Almasy mal hat volllaufen lassen oder dass die Engländer oder die Italiener die Flasche den Deutschen geklaut haben. Who knows.
Ein wunderschönes Gebiet umgiebt uns. Zwischen Felsen in unwirklichen Formen fahren wir über sehr steinigen
Untergrund. Nach einem kurzen Stop wechseln wir wieder die Richtung und fahren ostwärts am Gilf entlang zum Aqaba Pass. Die einzige Möglichkeit im Süden des Gilf, um auf das Hochplateau zu kommen. Kurz bevor wir die Sandpassage erreichen ein weiterer Plattfuss. Diesmal an Theo's Wagen. Auch hier, knapp 10 Minuten und weiter geht's die Piste rauf. Um 13.00 haben sämtliche Wagen den Pass geschafft. Das letzte Stück ist sehr sandig und Fahrer und Wagen geben alles. Ausser Hamdi haben es alle gleich auf Anhieb geschafft. Keine Sandbleche, kein Anschieben. War ganz easy. Hamdi's Diesel erhitzte sich jedoch zu stark. Nach 10 Minuten Auszeit, nach dreiviertel des Aufstiegs, hat auch er es geschafft. Nach einigen Metern Fahrt auf dem flachen Plateau Lunchstopp und gleich der nächste Platten. Diesmal wieder Hamdi.
Gegen 17.00 Uhr erreichen wir den höchsten Punkt. Es waren zum Teil sehr anspruchsvolle Passagen zu bewältigen.
Riesige Dünenketten durchziehen die Täler des Gilf Kebir Plateaus und müssen ihrgendwie umfahren oder erklommen werden. Nach einer weitern halben Stunde erreichen wir wieder flaches Gelände. Es hat sich jedoch gelohnt. Der Ausblick ist grandios. |
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Riesige Wadis mit Dünen durchzogen sind zu sehen. Wie natürliche Barrieren, durch angewehte Sanddünen aus dem
nördlich gelegenen Sandmeer entstanden, erschweren sie immer wieder die Auffahrten. Die Dünen scheinen am Berg zu kleben und erheben sich zum Teil bis an die steinigen Abbrüche. Es war nicht einfach bis ganz nach oben zu kommen. Jeder Wagen versuchte es woanders. Gut verfügen wir über Funkgeräte welche uns blinde Fahrten in plötzlich endende Wadis ersparen.
Der Sonnenuntergang ist vom "Feinsten". Wir sitzen auf einem Dünenkamm und teilen eine Flasche Rotwein. Auf
einem kleine Spaziergang finde ich eine Feder eines grossen Vogels. Ob es eine Falkenfeder ist? Kann schon sein, den ein paar Tage später werden wir einen Wüstenfalken aus nächster Nähe sehen. Nicht im Gilf, sondern mitten im grossen Sandmeer.
Wir sind nun auf 1057m Meter über Meer. Der höchste Punkt liegt auf 1190m. Bis jetzt haben wir 1000km offroad
zurückgelegt. Wir befinden uns 360km Luftlinie vom Punkt entfernt, wo wir die Strasse verlassen haben. So frei habe ich mich selten zuvor gefühlt. |
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GILF PLATEAU - WADI
ABDEL MALIK |
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